(von links nach rechts: Martina Mattusek, Dr. Ulrich Heller und Daniel-Cornelius Mühlmann) # Die Zukunft von Mehrgenerationenhaus und Theaterjugendclub ist gesichert – Landkreis Wittenberg stellt Weichen.
Auf Initiative des Landkreises Wittenberg fand am 11. Februar in den neuen Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses in der Sternstraße ein gemeinsames Gespräch zur Zukunft des Mehrgenerationenhauses „Harold and Maude“ und des Theaterjugendclubs „Chamäleon“ (TJC) statt.
Teilgenommen haben die Projektkoordinatorin Frau Martina Matussek mit ihrem engagierten Team, der künstlerische Leiter Daniel‑Cornelius Mühlmann, der für die Finanzen verantwortliche Mitarbeiter des TJC sowie die BVIK gGmbH, vertreten durch Geschäftsführer Dr. Ulrich Heller und seinen Mitarbeiter Sebastian Böckelmann.
Hintergrund ist der plötzliche Tod von Markus Schuliers, der als Kopf des TJC und faktischer „Motor“ hinter dem Mehrgenerationenhaus über viele Jahre hinweg die theater‑ und kulturpädagogische Arbeit geprägt hat. In großer Wertschätzung seiner Lebensleistung bestand Einigkeit, den Theaterjugendclub zu erhalten, neu aufzustellen und auch künftig als wichtigen Kooperationspartner des Mehrgenerationenhauses zu gewinnen. Für diesen Neuaufbau wird – im günstigsten Fall – ein Zeitraum von rund drei Monaten veranschlagt.
Um den laufenden Betrieb des Mehrgenerationenhauses, den Abruf der Fördermittel und eine nahtlose Abrechnung zu sichern, ist ein Trägerwechsel für das MGH notwendig. Die BVIK gGmbH, die seit über 20 Jahren als verlässlicher Träger im Landkreis tätig ist, hat sich bereit erklärt, diese Trägerschaft zu übernehmen. Vielen Bürgerinnen und Bürgern ist die BVIK als Betreiberin des Naturgartens in Wittenberg, des Kinder‑ und Jugendheims „Haus am Wald“ in Jessen sowie des Badesees Dixförda bekannt.
„Es geht jetzt darum, einen Trägerrahmen zu schaffen, der ermöglicht, dass etwas weitergeht“, erläutert Dr. Heller. Inhaltlich soll das Mehrgenerationenhaus an die engagierte Arbeit der vielen Ehrenamtlichen anknüpfen und sich als offener Begegnungsort weiterentwickeln. Geplant sind unter anderem:
• ein starker Offener Treff als „Wohnzimmer der Stadt“ – verlässlich geöffnet, niedrigschwellig, mit echter Gastgeberkultur;
• Tandems und Patenschaften, etwa Lesepaten, Technik‑Tandems oder Oma‑/Opa‑Patenschaften auf Augenhöhe;
• echte Mehrgenerationen‑Formate statt rein zielgruppengetrennter Angebote, z.B. Koch‑ und Kulturabende, Gartengruppen oder eine Kreativwerkstatt für Jung und Alt;
• eine professionelle Ehrenamtskoordination mit klaren Rollen, Begleitung, Fortbildung und Anerkennung;
• eine gelebte Feedback‑Kultur mit Wunschwand, kurzen Rückmeldekarten und einem jährlichen Bericht, aus dem Anpassungen der Angebote abgeleitet werden.
Landkreis, BVIK und TJC‑Vertreterinnen und ‑Vertreter haben vereinbart, die weiteren Schritte nun gemeinsam zu konkretisieren und die Bürgerinnen und Bürger laufend über die Entwicklung zu informieren.


